Hamlet

von William Shakespeare

am Hauptbahnhof Stuttgart (2008-2009)


Tödliches Duell in der Kleinen Schalterhalle, königlicher Empfang in der Kantine, Spionage beim Liebeständeln zwischen Gleis 7 und 8.
Für den wohl berühmtesten Psychokrimi der Theatergeschichte wird der Stuttgarter Hauptbahnhof zum Ambiente und zum Mitspieler gemacht. Als urbaner Ort der Begegnung von Menschen, Geschichten und Schicksalen wird er zum Transit für die sich rasant zuspitzende Geschichte um den jungen Dänenprinzen Hamlet, gespielt von Maximilian Grill. LOKSTOFF! gestaltet Theater als "Kopfbahnhof" und geleitet den Zuschauer nach Danmark in der Gegenwart: An der Staatsspitze steht seit kurzem Claudius, ein machtbewusster Politprofi.

Der alte König starb an den Folgen eines Unglücksfalls. So lautet jedenfalls die offizielle Version in den Medien. Prinz Hamlet jedoch erscheint nachts der Geist des Vaters. Er habe ihm eröffnet, erzählt er seinem Freund Horatio, dass sein Vater ermordet worden sei – von niemand anderem als Claudius selbst.

Das Publikum folgt dem Spiel der Ereignisse auf einem Gang durch das gesamte Verkehrsbauwerk Hauptbahnhof. Das flüchtige Zusammentreffen mit den Reisenden wird zum Teil der Szenerie und zum Spiegelbild der Isolation von Hamlet als Protagonisten einer modernen urbanen Jugend, schwankend zwischen Handlung und Passivität.

"Ade, ade, und denk an mich." Mit diesen Worten hat Hamlet seines Vaters Geist Rache geschworen. Und am Ende steht ein grausamer Showdown.


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